LRS
Legasthenie (LRS) ist eine neurobiologisch begründete Schwierigkeit beim Erlernen der Schriftsprache. Eine Legasthenie setzt das Diskrepanz-Kriterium voraus, d.h., das Kind ist von normaler Intelligenz (IQ von 90 und besser), seine Leistungen beim Erlernen anderer intellektueller Fähigkeiten sind nicht betroffen, aber dennoch besteht eine Lese- Rechtschreibschwäche.
Es gibt unterschiedliche Ursachen. Sowohl Erbfaktoren, Hirnfunktionsstörungen, motorische Schwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, motivationale Lernhemmungen, visuelle und oder auditive Schwächen können dabei eine Rolle spielen.
Aufgrund der verschiedenen möglichen Ursachen ist es notwendig, eine ausführliche Diagnostik mit standardisierten Testverfahren vorzunehmen, um danach einen individuellen Förderplan erstellen zu können. Anamnesebögen, die die Kindheits- und Schulentwicklung betreffen und ein ausführliches Gespräch mit den Eltern ergänzen die Testdiagnostik.
ADS
ADS bezeichnet eine Aufmerksamkeits-Defizit-Störung und meint, dass der oder die Betroffene seine Aufmerksamkeit nicht beständig bei ein und derselben Sache lassen kann. Damit einher gehen Ablenkbarkeit im Unterricht, Lern- und Teilleistungsschwächen, Leistungsunsicherheit und Selbstwertprobleme sowie ein oppositionell-aggressives Verhalten. ADS kann, muss aber nicht, mit Hyperaktivität verbunden sein.
ADS lässt sich nach einem festgelegten Katalog von Erscheinungen überprüfen, wobei vor allem die Intensität und die Dauer der beobachtbaren Verhaltensweisen ausschlaggebend ist.
Hierbei ist es wichtig, mit Eltern und dem direkten sozialen Umfeld des Kindes eng zusammen zu arbeiten, da notwendige Regeln und Strukturen allseits beachtet und eingehalten werden sollten. Es gilt vor allem "Verstehen" des Verhaltens des Kindes deutlich und erklärbar zu machen. Mangelnde Basisfertigkeiten und Reaktionsverzögerungen können durch gezieltes und planvolles Arbeitsverhalten erlernt und gefestigt werden.
Systemische Familienberatung
Im Hinblick auf die Probleme, die eine Teilleistungsstörung und deren Auswirkungen auf die schulischen Leistungen des Kindes haben kann, wird die Familie mit in die Therapie einbezogen. Wir bieten den Eltern zwei kostenlose Beratungsgespräche an. Die Eltern werden im Umgang mit ihrem Kind beraten, es werden Verhaltensmuster und eingefahrene Strukturen aufgedeckt, Erziehungsanleitung und Beratung unter verhaltens- und familientherapeutischen Gesichtspunkten angeboten.
Eine Lernschwäche sollte nicht gesondert betrachtet werden sondern im Gesamtzusammenhang mit dem gesamten sozialen Umfeld. Es tauchen Probleme auf, die die ganze Familie betreffen. Häufig zeigt es sich bei der Hausaufgaben Situation, bei Einhalten von Regeln, etc..
Je nach dem, seit wann die Lernschwäche besteht, gibt es Auswirkungen auf das Sozialverhalten des Kindes, aufgrund mangelnden Selbstbewusstseins, Frustration im schulischen Bereich.
Es gilt, dass Kind zu entlasten, die Familie als Ganzes zu sehen und zu beraten.
Wir bieten speziell für Eltern mit Erziehungsfragen und/oder Eltern mit ADS Kindern therapeutische Gruppen an. Die Eltern sollen erfahren, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind und unter Anleitung ihre Situation reflektieren und neu gestalten lernen.
Hierbei wird genauestens die Erziehungssituation erfasst und analysiert, gemeinsam mit den Eltern wird u.a. ein möglicher Verhaltens-/ Regelplan erstellt, der in der häuslichen Situation Anwendung findet; die Familie wird im Umdenken und Neulernen unterstützt und angeleitet, erweitert wird das Programm durch Konsequenztraining sowie Anteile der systemischen Familientherapie und der Verhaltenstherapie.
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