Lese- und Rechtschreibtherapie

Legasthenie (LRS) ist eine neurobiologisch begründete Schwierigkeit beim Erlernen der Schriftsprache. Eine Legasthenie setzt das Diskrepanz-Kriterium voraus, d.h., das Kind ist von normaler Intelligenz (IQ von 90 und besser), seine Leistungen beim Erlernen anderer intellektueller Fähigkeiten sind nicht betroffen, aber dennoch besteht eine Lese- und Rechtschreibschwäche.

Es gibt unterschiedliche Ursachen. Sowohl Erbfaktoren, Hirnfunktionsstörungen, motorische Schwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, motivationale Lernhemmungen, visuelle und oder auditive Schwächen können dabei eine Rolle spielen. Aufgrund der verschiedenen möglichen Ursachen ist es notwendig, dass eine ausführliche Diagnostik vorliegt, um danach einen individuellen Förderplan erstellen zu können.

Die Lese-und Rechtschreibtherapie basiert auf einem logisch aufgebautem Konzept bzgl. des Lesen- und Schreibenlernens. Abhängig von der Diagnostik kombinieren wir in der Therapie verschiedene Methoden und Ansätze, bei denen zunächst die Lautanalyse der einzelnen Buchstaben, danach das Lesen und Schreiben einfacher und komplexer Lautverbindungen und darauf aufbauend die Regelschreibweisen der deutschen Rechtschreibung im Vordergrund stehen.

 

Da häusliches Nacharbeiten in Form von Hausaufgaben für den Erfolg der Therapie notwendig ist, wird den Eltern gezeigt, wie die Kinder das Gelernte zu Hause festigen können. Die Bereitschaft der Eltern dafür setzen wir im Falle einer Therapie voraus.